Verfahrenskostenhilfe

Auf unserem Scheidungslexikon informieren wir über die wichtigsten Begriffe der Scheidung. Hier finden Sie Informationen zur Verfahrenskostenhilfe.

Was versteht man unter der Verfahrenskostenhilfe

Die Bezeichnung der Verfahrenskostenhilfe ist auch unter der Verfahrenskostenhilfe bekannt. In früheren Zeiten wurde diese Verfahrenskostenhilfe auch als “Armenrecht” bezeichnet. Die Verfahrenskostenhilfe wird hierbei unter bestimmten Voraussetzungen, zur Durchführung von Gerichtsverfahren, einkommensschwachen Personen gewährt.

Wer trägt die Kosten der Verfahrenskostenhilfe?

In dem Fall, dass die Verfahrenskostenhilfe gewährt wird, werden die Gerichtskosten durch den Staat getragen. Die Anwaltsgebühren/Anwaltskosten können hierbei, je nach Höhe des Einkommens, entweder in Raten gezahlt oder durch den Staat übernommen werden.

Voraussetzungen der Verfahrenskostenhilfe im Scheidungsverfahren

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit die Verfahrenskostenhilfe in einem Scheidungsverfahren gewährt wird:

+ es muss eine Bedürftigkeit des Antragsstellers vorliegen. Eine Bedürftigkeit liegt hierbei vor, wenn eine Person nur ein geringes Einkommen bezieht, hohe Wohnkosten oder hoch verschuldet ist

+ das Trennungsjahr des Antragsstellers muss bereits abgelaufen sein

+ es darf beim Ehegatten des Antragsstellers kein wesentlich höheres Einkommen vorliegen. In so einem Fall wären zunächst einmal eventuelle Unterhaltsansprüche geltend zu machen.

+ es darf kein verwertbares Vermögen vorhanden sein. In diesem Sinn bedeutet das, dass kein Geldvermögen bis 2.000,00 €, keine selbstwohnte Immobilie, kein Vermögen was einer Berufsausübung dient und kein Vermögen, das einer angemessenen zusätzlichen Altersvorsorge dient vorhanden sein darf

Weitere Voraussetzung die für die Inanspruchnahme der Verfahrenskostenhilfe erfüllt sein müssen

Eine weitere Voraussetzung die für die Inanspruchnahme der Verfahrenskostenhilfe erfüllt sein muss ist die Aussicht auf Erfolg. Das bedeutet, dass der Rechtsstreit nicht mutwillig sein darf und grundsätzliche Erfolgsaussichten vorhanden sein müssen. Beantragt wird die Verfahrenskostenhilfe beim zuständigen Gericht. Hierbei muss bei der Beantragung ein amtlicher Antragsvordruck beigefügt werden, in dem die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse offen gelegt werden. Die gesetzliche Regelung zur Verfahrenskostenhilfe wird dabei im §§ 114 ff. ZPO geregelt.

Verfahrenskostenhilfe – Kontakt bei weiteren Fragen zur Scheidung

Mit über 20 Jahren Erfahrung sind wir seit der Gründung unserer Kanzlei als Rechtsanwalt für Scheidungsrecht in Hamburg speziell für Scheidung tätig. So beraten und vertreten wir als Fachanwalt für Scheidungsrecht und Scheidung in Hamburg Ehepaare oder Ehepartner. Ein hohes Einfühlungsvermögen sowie Sorgfalt und Reaktionsschnelligkeit sind charakterisierend für unseren Rechtsbeistand und hoffen, Ihnen hier einen guten ersten Überblick zur Verfahrenskostenhilfe gegeben zu haben. Weitere interessante Begriffe aus unserem Lexikon für Scheidungsrecht sind Anwaltsgebühren oder Versorgungsausgleich. Sollten Sie noch weitere Fragen zur Verfahrenskostenhilfe haben, oder eine andere Rechtsberatung wünschen, stehen wir Ihnen unter den unten stehenden Kontaktinformationen jederzeit gerne zur Verfügung.

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