Erwerbsobliegenheit

Auf unserem Scheidungslexikon informieren wir über die wichtigsten Begriffe der Scheidung. Hier finden Sie Informationen zur Erwerbsobliegenheit.

Was bedeutet die Erwerbsobliegenheit

Die Eigenverantwortung der geschiedenen Ehepartner wurde durch die Unterhaltsreform in den Vordergrund gestellt. Im Sinne der Erwerbsobliegenheit wird nun auch von einem nicht berufstätigen Ehegatten verlangt, dass er selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommt. Das bedeutet, dass der Ehegatte selbständig eine Erwerbstätigkeit aufnehmen muss. Die Erwerbsobliegenheit besagt hierbei jedoch, dass es sich um eine angemessene Erwerbstätigkeit handeln muss. Eine angemessene Erwerbstätigkeit bedeutet hier, dass die Tätigkeit den Fähigkeiten, dem Gesundheitszustand, der Ausbildung sowie dem alter des Betroffenen entsprechen muss. Weiterhin sollte die Tätigkeit früheren Erwerbstätigkeiten entsprechen.

Ausnahmen von der Erwerbsobliegenheit

Die Betreuung und Erziehung von Kindern kann eine Ausnahme von der Erwerbsobliegenheit bilden. Diese Ausnahme von der Erwerbsobliegenheit gilt hierbei jedoch nur bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes. Der betreuende Ehegatte muss anschließend beweisen, dass eine Betreuung in einem Kindergarten oder in der Schule während der üblichen Arbeitszeiten nicht möglich ist. Weiterhin umfasst der Begriff der Erwerbsobliegenheit auch das ernsthafte Bemühen um einen Arbeitsplatz. In diesem Sinn bedeutet das, dass Bewerbungen geschrieben, Anzeigen aufgegeben und weitere aktive Tätigkeiten zum Erwerb eines Arbeitsplatzes getätigt werden müssen.

Weiteres zur Erwerbsobliegenheit

Der Begriff der Erwerbsobliegenheit bedeutet, dass es nicht möglich ist eine Erwerbstätigkeit einzuklagen. Hierbei liegt die Erfüllung der Erwerbsobliegenheit jedoch im Interesse des Betroffenen, da ihm ein fiktives Einkommen angerechnet werden kann, wenn dieser sich nicht ausreichend um eine Erwerbstätigkeit bemüht.

Erwerbsobliegenheit – Kontakt bei weiteren Fragen zur Scheidung

Ein hohes Einfühlungsvermögen sowie Sorgfalt und Reaktionsschnelligkeit sind charakterisierend für unseren Rechtsbeistand und hoffen, Ihnen hier einen guten ersten Überblick zur Erwerbsobliegenheit gegeben zu haben. Mit über 20 Jahren Erfahrung sind wir seit der Gründung unserer Kanzlei als Rechtsanwalt für Scheidungsrecht in Hamburg speziell für Scheidung tätig. So beraten und vertreten wir als Fachanwalt für Scheidungsrecht und Scheidung in Hamburg Ehepaare oder Ehepartner. Weitere interessante Begriffe aus unserem Lexikon für Scheidungsrecht sind Erwerbslosenunterhalt oder Erziehungsgeld. Sollten Sie noch weitere Fragen zur Erwerbsobliegenheit haben, oder eine andere Rechtsberatung wünschen, stehen wir Ihnen unter den unten stehenden Kontaktinformationen jederzeit gerne zur Verfügung.

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