Bedürftigkeit

Auf unserem Scheidungslexikon informieren wir über die wichtigsten Begriffe der Scheidung. Hier finden Sie Informationen zur Bedürftigkeit.

Die Bedürftigkeit bei Unterhaltsansprüchen

Damit für einen Unterhaltssuchenden ein Anspruch auf Unterhalt besteht, muss eine Bedürftigkeit derjenigen Person bestehen. Besteht die Bedürftigkeit nicht, so verliert diese Person auch den Anspruch auf den Unterhalt.

Welche Personen gelten als bedürftig?

Damit der Unterhaltssuchende seinen rechtmäßigen Anspruch auf Unterhalt geltend machen kann muss für ihn eine Bedürftigkeit vorliegen. In diesem Sinn gilt eine Person als bedürftig, wenn Sie sich aus seinen eigenen Einkommen (Arbeitsentgelt, sonstige Vermögenseinkünfte) nicht mehr in angemessener Weise unterhalten kann. Aufgrund einer Unterhaltsreform sind die ehelichen Lebensverhältnisse nun nicht mehr der Maßstab für die Unterhaltbemessung. Der angemessene Lebensbedarf des Bedürftigen ist nunmehr der maßgebliche Faktor für die Bemessung des Unterhaltes. Unter dem angemessenen Lebensbedarf versteht man in diesem Sinn den Lebensstandart, der vor der Eheschließung bestanden hat oder den diejenige Person ohne die Eheschließung erreicht hätte.

Worauf muss bei einer Bedürftigkeit im Sinne von Unterhaltsverpflichtungen geachtet werden?

Die bedürftige Person muss beachten, dass für sie eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit besteht. Das bedeutet, dass die bedürftige Person versuchen muss eine angemessene Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Als angemessene Tätigkeit gilt in diesem Sinn, wenn sie

+ der Ausbildung der bedürftigen Person entspricht.

+ den Fähigkeiten der bedürftigen Person entspricht.

+ dem Lebensalter der bedürftigen Person entspricht.

+ dem Gesundheitszustand der bedürftigen Person entspricht.

In dem Fall, dass die bedürftigen Person eine solche Tätigkeit nicht aufgenommen hat oder das die Person nicht nachweisen kann, dass sie eine solche Stelle nicht finden konnte, besteht die Möglichkeit, dass dem Bedürftigen ein fiktives Gehalt zugerechnet wird. Dieses fiktive Gehalt mindert natürlich den Unterhalt des Bedürftigen.

Bedürftigkeit – Kontakt bei weiteren Fragen zur Scheidung

Mit über 20 Jahren Erfahrung sind wir seit der Gründung unserer Kanzlei als Rechtsanwalt für Scheidungsrecht in Hamburg speziell für Scheidung tätig. So beraten und vertreten wir als Fachanwalt für Scheidungsrecht und Scheidung in Hamburg Ehepaare oder Ehepartner. Ein hohes Einfühlungsvermögen sowie Sorgfalt und Reaktionsschnelligkeit sind charakterisierend für unseren Rechtsbeistand und hoffen, Ihnen hier einen guten ersten Überblick zur Bedürftigkeit gegeben zu haben. Weitere interessante Begriffe aus unserem Lexikon für Scheidungsrecht sind Barunterhalt oder Berliner Tabelle. Sollten Sie noch weitere Fragen zum juristischen Begriff der Bedürftigkeit haben, oder eine andere Rechtsberatung wünschen, stehen wir Ihnen unter den unten stehenden Kontaktinformationen jederzeit gerne zur Verfügung.

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