Zugewinngemeinschaft

Wir wollen Ihnen auf unserem Familienrechtslexikon die wichtigsten Begriffe des Familienrechts erläutern. Hier finden Sie Informationen zur Zugewinngemeinschaft.

Was ist eine Zugewinngemeinschaft?

Wenn nicht durch einen Ehevertrag etwas anderes vereinbart ist, wird der gesetzliche Güterstand der Ehegatten als Zugewinngemeinschaft bezeichnet.

Die Merkmale einer Zugewinngemeinschaft sind:

1. Das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau werden nicht gemeinschaftliches Vermögen und bleiben somit getrennt; dies gilt auch für das Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt.

2. Jeder Ehegatte haftet nur für seine eigenen Schulden und nur mit seinem eigenen Vermögen.

Zugewinngemeinschaft wird am Schluss abgerechnet

Am Ende der Zugewinngemeinschaft, also vor allem bei der Scheidung wird jedoch abgerechnet. Dabei wird für jeden Ehegatten separat das Vermögen ermittelt, was er zu Beginn der Ehe hatte, das so genannte Anfangsvermögen und das Vermögen, was er am Schluss der Ehe hat, das so genannte Endvermögen. Die Differenz zwischen Anfangsvermögen und Endvermögen ist dann der Zugewinn eines jeden Ehegatten. Der Ehegatte mit dem höheren Zugewinn muss dann Zugewinnausgleich zahlen. Da auch Schulden mit in die Kalkulation des Zugewinns mit einfließen und sich somit die Sachlage des Zugewinns anspruchsvoller gestaltet, geben wir Ihnen zum besseren Verständnis hier einige Beispiele:

1.) Ein Ehegatte hatte ein Anfangsvermögen von 5.000 € und hat nun ein Endvermögen von 10.000 €. Da der Zugewinn aus der Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen ermittelt wird, beträgt der Zugewinn bei diesem Beispiel 5.000 €.

2.) Ein Ehegatte hatte vor der Ehe Schulden und somit ein Anfangsvermögen von minus 10.000 €. Sein Vermögen nach der Ehe betrug 5.000 €. Daher beträgt sein Zugewinn 15.000 €.

3) Ein Ehegatte war mit Schulden von 10.000 € in die Ehe gegangen und hatte am Ende der Ehe immer noch Schulden von 4.000 €. Somit beträgt sein Zugewinn 7.000 €.

4.) Ein Ehegatte war mit einem Vermögen von 20.000 € in die Ehe gegangen. Nach der Ehe beträgt sein Endvermögen nur noch 10.000 €. Somit hat der Ehegatte während der Ehe einen Verlust gemacht. Da ein Verlust aber bei der Berechnung de Zugewinns unberücksichtigt bleibt, wird der Ehegatte so behandelt, wie wenn er keinen Zugewinn erzielt hätte. Der Verlust bleibt somit außer Ansatz.

Zugewinngemeinschaft

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