Verwirkung Kindesunterhalt

Wir wollen Ihnen auf unserem Familienrechtslexikon die wichtigsten Begriffe des Familienrechts erläutern. Hier finden Sie Informationen zur Verwirkung des Kindesunterhalt.

Die Verwirkung des Kindesunterhaltes

Bei der Verwirkung des Kindesunterhalts muss grundsätzlich zwischen der Verwirkung des Kindesunterhaltes für minderjährige Kinder und der Verwirkung des Kindesunterhaltes für volljährige Kinder unterschieden werden.

Die Verwirkung des Kindesunterhaltes bei minderjährigen Kindern

Bei der Verwirkung des Kindesunterhalt gilt hierbei der Grundsatz, dass minderjährige Kinder ihren Unterhaltsanspruch nicht verwirken können. Das gilt selbst in den Fällen, wenn das Kind in der Schule völlig abfällt, frühzeitig straffällig oder gar drogensüchtig wird. Hier gilt der Grundsatz, dass der Unterhaltsanspruch grundsätzlich bis zum Eintritt der Volljährigkeit bestehen bleibt. In dem Fall, dass das minderjährige Kind kurz vor der Volljährigkeit zur Vernunft kommt und sich entschließt, ab diesem Zeitpunkt die Schule konsequent fortzuführen, können dem Kind die “Ausreißer” aus der Zeit der Minderjährigkeit nicht vorgehalten werden.

Die Verwirkung des Kindesunterhaltes bei volljährigen Kindern

Bei volljährigen Kindern verhält sich der Sachverhalt bei der Verwirkung des Kindesunterhalts anders. Wenn ein volljähriges Kind durch eigenes sittliches Verschulden bedürftig wurde (beispielsweise Drogensucht, Trunksucht, nicht aber zum Beispiel durch die Geburt eines nicht ehelichen Kindes), kann es durchaus seinen Unterhaltsanspruch verwirken. Weiterhin kann es zu einer Verwirkung des Kindesunterhalts kommen, wenn das volljährige Kind seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber Unterhaltsberechtigten grob vernachlässigt (Dieser Fall kommt eher selten vor) oder wenn es zu schweren Verfehlungen gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen Angehörigen kommt. In diesem Sinne können schwere Verfehlungen z.B. schwerwiegende Beleidigungen, tätliche Angriffe und insbesondere ein Prozessbetrug (z.B. das Verschweigen der eigenen Einkünfte im Unterhaltsverfahren) sein. Die bewusste Kontaktvermeidung des unterhaltsberechtigten Kindes zum Unterhaltspflichtigen reicht indes, genau wie reine Unhöflichkeiten nicht aus, damit es zu einer Verwirkung des Kindesunterhaltes kommt.

Verwirkung Kindesunterhalt

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