Steuern und Unterhalt

Wir wollen Ihnen auf unserem Familienrechtslexikon die wichtigsten Begriffe des Familienrechts erläutern. Hier finden Sie Informationen zum familienrechtlichen Thema Steuern und Unterhalt.

Die Steuern im Bezug auf den Unterhalt – das begrenzte Realsplitting

Vom Grundsatz her kann die Person, die den Ehegattenunterhalt zahlt, diesen Unterhalt auch von der Steuer absetzen. Das bedeutet, dass diese Person entsprechend weniger Steuern zahlt und somit einen finanziellen Vorteil erzielt. Im Gegenzug dazu muss derjenige der den Unterhalt schließlich erhält den Unterhalt als sein Einkommen versteuern. Somit erleidet er schließlich einen steuerlichen Nachteil.

Das Realsplitting soll die Vorteile und Nachteile ausgleichen

Damit sich die finanziellen Vorteile auf der einen und Nachteile auf der anderen Seite gegeneinander aufheben, ist die zum Unterhalt verpflichtete Person dazu verpflichtet, dem Unterhaltsberechtigten seine steuerlichen Aufwendungen zu ersetzen. Das bedeutet, dass der Unterhaltsverpflichtete die Steuer erstatten muss, die der zum Unterhalt berechtigte auf den fälligen Unterhalt bezahlen muss. Dieser Vorgang ist hierbei als das begrenzte Realsplitting bekannt.

Welche Vorteile hat das begrenzte Realsplitting?

Hierbei weist das begrenzte Realsplitting bei genauerem hinsehen einige erhebliche Vorteile für beide Ehepartner auf. Sollte beispielsweise der Fall vorliegen, dass die zum Unterhalt verpflichtete Person ein erheblich höheres Einkommen als der Unterhaltsberechtigte erhält, so wird er auch in der Steuer-Progression weiter oben eingestuft. Das bedeutet, dass er einen höheren Steuerersatz als der Unterhaltsberechtigte zahlen muss. Das Realsplitting führt schließlich dazu, dass er dann wesentlich mehr Steuern einspart, als der Unterhaltsberechtigte bezahlen muss. Selbst in dem Fall, dass er dem Unterhaltsberechtigten im Folgenden die von diesem gezahlten Steuern ersetzen muss, bleibt für ihn also immer noch ein Gewinn übrig. Dieser Gewinn kommt sowohl dem Unterhaltverpflichteten als auch dem Unterhaltsberechtigten zugute. Das erklärt sich aus dem Grund, da sich durch das Realsplitting natürlich das Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten erhöht und dieser dadurch dem Unterhaltspflichtigen wiederum etwas mehr Unterhalt bezahlen muss. Somit können schließlich beide Ehepartner vom Realsplitting profitieren.

Die Verpflichtung des Unterhaltsempfängers zum Realsplitting

Da die zum Unterhalt berechtigte Person sämtliche Nachteile ersetzt bekommt, ist sie verpflichtet, am Realsplitting teilzunehmen. Des Weiteren besteht für diese Person die Verpflichtung die zur Durchführung des Realsplittings notwendige Anlage U zur Steuererklärung des Unterhaltspflichtigen mit zu unterzeichnen. Daraus folgt, dass die Zustimmung zum Realsplitting gegebenenfalls auch eingeklagt werden kann.

Steuern und Unterhalt

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