Ausbildungsunterhalt

Wir wollen Ihnen auf unserem Familienrechtslexikon die wichtigsten Begriffe des Familienrechts erläutern. Hier finden Sie Informationen zum Ausbildungsunterhalt.

Was versteht man unter dem Ausbildungsunterhalt?

In dem Fall, dass einer der Ehepartner aufgrund der Ehe eine Schul– oder Berufsausbildung nicht begonnen oder abgebrochen hat, dann hat er im Falle der Scheidung die Möglichkeit, sofern er seine Ausbildung sobald wie möglich beginnt, vom anderen Ehepartner für die Ausbildungszeit Unterhalt verlangen. Die Möglichkeit des Ausbildungsunterhalts ist hierbei jedoch an eine Erfolgsaussicht geknüpft. Die gesetzliche Regelung zum Ausbildungsunterhalt wird dabei im § 1575 BGB geregelt.

Was muss man beim Ausbildungsunterhalt beachten?

Eine Grundvoraussetzung damit für den Ehepartner ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalts entsteht, ist das die Ausbildung einem bestimmten Ausbildungsplan folgt. In diesem Zusammenhang bedeutet das, dass ein nicht zielorientiertes Studium nicht zum Ausbildungsunterhalt berechtigt. Die gesetzliche Regelung hierzu findet sich dabei im BGH FamRZ 1987,795/797. Sollte der Fall vorliegen, dass ein Ehepartner lediglich eine Promotion an ein bereits abgeschlossenes Studium anschließen will, besteht hier kein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Das gilt auch in dem Fall, dass die Promotion seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt möglicherweise verbessern würde. Die gesetzliche Regelung hierzu findet sich dabei im FamRZ 1987,708. Eine weitere zwingende Voraussetzung, damit aus der Ausbildung ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt erwächst, stützt sich darauf, dass die Ausbildungskosten so gering wie möglich gehalten werden müssen.

Wann gilt die Zahlung des Ausbildungsunterhaltes für den Unterhaltsverpflichteten als unzumutbar?

In dem Fall, dass die Ausbildung besonders zeit- und kostenaufwändig ist, kann es passieren, dass die Ausbildung für den anderen Ehegatten als unzumutbar gilt. In dem Fall entsteht kein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Die gesetzliche Regelung findet sich hierzu im BGH FamRZ 1984,561/563

Was für Folgen hat der Abbruch der Ausbildung?

In dem Fall, dass der Ehepartner seine Ausbildung abbricht, besteht für ihn in der Folgezeit kein weiterer Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Sollte hier jedoch der Fall vorliegen, dass die Ausbildung lediglich in Folge einer Krankheit abgebrochen wurde, kann es durchaus geschehen, dass der Ehepartner weiterhin einen Anspruch auf Ausbildungsunterhalt hat.

Ausbildungsunterhalt

Ein hohes Einfühlungsvermögen sowie Sorgfalt und Reaktionsschnelligkeit sind charakterisierend für unseren Rechtsbeistand. Sollten Sie noch weitere Fragen zum Ausbildungsunterhalt haben, oder eine andere Rechtsberatung wünschen, stehen wir Ihnen unter den unten stehenden Kontaktinformationen jederzeit gerne zur Verfügung. Mit über 20 Jahren Erfahrung, sind wir seit der Gründung unserer Kanzlei als Rechtsanwalt für Familienrecht in Hamburg tätig. So beraten und vertreten wir als Fachanwalt für Familienrecht in Hamburg Familien, Ehepaare sowie Ehepartner. Wir hoffen, Ihnen einen guten Überblick zum Ausbildungsunterhalt gegeben zu haben. Weitere interessante Begriffe aus unserem Lexikon für Familienrecht sind Prozesskostenhilfe oder Ehegattenunterhalt.

Rechtsanwaltskanzlei für Familienrecht und Ausbildungsunterhalt

frankundthiele ● Rechtsanwälte

+ Fachanwalt Jens Martin Frank

+ Fachanwalt Stefan Thiele

Anschrift

Holstenstraße 194c

22765 Hamburg

Kommunikation

Tel: 040 39 10 61 – 80

Fax: 040 39 10 61 – 83

Mail: info@frankundthiele.de

Web: www.frankundthiele.de