Altersunterhalt

Wir wollen Ihnen auf unserem Familienrechtslexikon die wichtigsten Begriffe des Familienrechts erläutern. Hier finden Sie Informationen zum Altersunterhalt.

Definition Altersunterhalt

Unter Altersunterhalt versteht sich eine Form des Unterhaltes und kommt zum tragen, wenn altersbedingt ein Ehegatte kein Job mehr erhält. Somit hat derjenige Ehegatte, der nachweist, dass er aufgrund seines Alters keine angemessene Erwerbstätigkeit finden kann aufgrund von § 1571 BGB Anspruch auf Altersunterhalt.

Es gibt keine feste Altersgrenze

Nach der aktuellen Rechtsprechung gilt grundsätzlich keine Altersgrenze, ab der man davon ausgehen kann, dass der Ehegatte altersbedingt keinen Job mehr finden kann und somit berechtigt ist, Altersunterhalt einzufordern. In der Praxis gibt es aber gewisse Richtwerte. Nichtsdestotrotz ist zu empfehlen, sich nicht darauf zu verlassen, dass man nicht mehr arbeiten muss, wenn man erst einmal 55 Jahre alt ist, da es durchaus vorstellbar ist, dass “fitte” Frauen noch einen Job finden, auch wenn sie schon älter sind. Genauso vorstellbar ist, dass auch jüngere Frauen, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, z.B. wenn Sie einen typischen “Jugendberuf” wie Model oder Balletttänzerin gelernt haben. Somit ist zu konstituieren, dass es bei dem Altersunterhalt keine Altersgrenze weder nach oben noch nach unten gibt und jeder Einzelfall ist besonders zu beurteilen.

Angemessene Tätigkeit

Bei der Nachweispflicht, dass ein Ehegatte keinen Job mehr finden kann, ist auch zu überprüfen, ob sich auch für angemessene Berufe beworben worden ist. Welcher Beruf bzw. welche Tätigkeit angemessen ist, wird ebenfalls individuell von fall zu fall geprüft. Einerseits spielen hier das ursprüngliche Ausbildungsniveau als auch der Zeitraum eine Rolle, seit wann das Ausbildungsende verstrichen ist. Des Weiteren wird auch der inzwischen durch die Ehe erreichte soziale Status überprüft.

Besonderheiten beim Altersunterhalt

Personen, die dass 65 Lebensjahr vollendet haben, sind in Deutschland derzeitig nicht mehr verpflichtet zu arbeiten. Sollte sie trotzdem über diese Altersgrenze hinaus arbeiten, handelt es sich hierbei um eine überobligatorische Tätigkeit, BGH FamRZ 2006, 683 dort Rn 14. Kann der Ehegatte, der Unterhalt begehrt, noch Teilzeit arbeiten, dann ist er verpflichtet, das zu tun. Im Übrigen hat er dann kein Anspruch auf Altersunterhalt sondern auf den Aufstockungsunterhalt.

Weiteren Fragen zum Altersunterhalt?

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